Ausbau der Main-Weser-Bahn kommt

by Thomas on 29. Januar 2010

in Frankfurt,ÖPNV

Die Frankfurter Rundschau berichtete die Tage, dass dieses Jahr mit dem Ausbau der Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel von zwei auf vier Gleise begonnen werden soll.

Seit vielen Jahren fordern Kommunen und Fahrgastverbände den vierspurigen Ausbau der hochbelasteten Main-Weser-Strecke. Die Realisierung wurde mehrfach verschoben. Aktuell gilt folgender Zeitplan: Der erste, 12,6 Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Frankfurter Westbahnhof und Bad Vilbel geht Ende 2013 in Betrieb. Weitere 16,8 Kilometer bis nach Friedberg sollen zum Fahrplanwechsel 2015/2016 folgen. Frankfurter Rundschau, 25.01.2010

Seit Jahrzehnten ist dieser Ausbau im Gespräch. Vor allem Pendler, die auf die S6 angewiesen sind, werden ein Lied von den Verspätungen dieser S-Bahn-Linie singen können. Natürlich wird sich durch das Nadelöhr City-Tunnel die Frequenz der S-Bahnen nicht erhöhen können. Da sich aber auf den zwei Gleisen der Strecke aktuell fast alles tummelt, was auf Schienen fahren kann und andere Zuggattungen eine höhere Priorität als die S-Bahn haben, sind Verspätungen die logische Konsequenz.

Kritik an dem Ausbau übt vor allem die Bürgerinitiative 2statt4, die gegen den Ausbau der Trasse ist. Einer der Hauptkritikpunkte der Bürgerinitiative ist, dass durch den Ausbau keine zusätzliche S-Bahnen fahren werden und dass die Mittel für den Personenverkehr für den Güterverkehr zweckentfremdet werden, da nach dem dem Ausbau mit mehr Güterzügen zu rechnen ist.

Neben den Gegnern gibt es selbstverständlich auch zahlreiche Befürworter des Ausbaus. Deshalb kommt es sowohl bei der FR als auch im Forum der Bürgerinititative zu kontroversen Diskussionen.

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1 Mainbube 29. Januar 2010 um 08:16

Der Ausbau ist wirklich überfällig. Diskussionen gibt es in Deutschland immer wieder, wenn es um den Ausbau von bestehnden Schienenwegen oder Neubaustrecken geht. Aus meiner Sichr verkennen die Gegner, dass der Ausbau oder Neubau des Schienennetzes die einzige Möglichkeit ist, einen drohenden Verkehrsinfarkt auf den Strassen zu verhindern.

In der automobilen Gesellschaft Deutschlands ist aber eine Diskussion pro Schiene allgemein schwer zu führen, denn der Deutsche sitzt lieber alleine im Stau im eigenen Auto, als sich mit anderen Menschen im Zug fortzubewegen.

2 Thomas 29. Januar 2010 um 08:28

Letzten Winter ist es mir im Januar bei -15°C morgens passiert, dass ich über 40 Minuten auf die S6 warten musste und in der Zwischenzeit fünf andere Züge (IC, RE, Güterzug) durch den Bahnhof fuhren.

An anderen Tagen waren die Verspätungen nicht so schlimm, aber immer noch lang genug, dass ich statt mit der S-Bahn den Umweg durch die Stadt mit der U-Bahn gefahren bin. Diese Ausweichmöglichkeit hat natürlich nicht jeder.

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